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18.02.2013

Klinik für Geburtsmedizin, Abteilung Experimentelle Geburtsmedizin, erhält erneut DFG Förderung

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Bedeutung von Stress und erhöhter Glukokortikoidexposition in der Schwangerschaft für die plazentare und fetale Entwicklung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) setzt ihre Förderung fort und unterstützt das Forscherteam um Herrn Dr. Thorsten Braun und Herrn Prof. Andreas Plagemann für weitere 2 Jahre bei der Erforschung der plazentaren Prägung und den Auswirkungen maternaler Glukokortikoid- Therapie in der Schwangerschaft auf die Plazenta und das fetale Wachstum.

Epidemiologische und experimentelle Studien haben einen wichtigen Zusammenhang zwischen intrauteriner Wachstumsrestriktion (IUGR) und niedrigem Plazenta- und Geburtsgewicht mit der fetalen Prägung von Erkrankungen im Erwachsenenalter gezeigt. Mütterlicher Stress sowie die Exposition des Feten gegenüber hohen Kortisolspiegeln beeinflussen das intrauterine Milieu. Es liegt nahe, dass die wachstumsreduzierenden Eigenschaften exogener, maternaler Glukokortikoide durch die Plazenta vermittelt werden könnten. Eigene Untersuchungen konnten Veränderungen in der fetalen Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden Achse sowie in der Ultrastruktur und Hormonproduktion der Plazenta nach pränataler, maternaler Glukokortikoid-Therapie im Tiermodell belegen. Die genauen Mechanismen sind bislang unklar. Es werden daher Untersuchungen zu den Auswirkungen maternaler Glukokortikoid-Therapie, als Modell für mütterlichen Stress, auf die Morphologie und Ultrastruktur der Plazenta im Tiermodell durchgeführt. Die Interaktion des maternalen und fetalen Stoffwechsels mit dem transplazentaren Nährstofftransport wird analysiert.

Die DFG Förderung ermöglicht die Fortsetzung der engen, seit Jahren bestehenden internationalen Kooperation mit Arbeitsgruppen aus Kanada, Australien und Neuseeland. Hierbei erfolgt die Grundlagenforschung  der Abteilung Experimentelle Geburtsmedizin in enger Verzahnung mit der klinischen Geburtsmedizin an der Charité. Wertvolle Informationen über die plazentare Steuerung des fetalen Stoffwechsels und die fetale Prägung sowie Erkenntnisse zu den Mechanismen, wie in Populationen und Individuen spätere Erkrankungen bereits pränatal vorprogrammiert werden, sind zu erwarten.

Kontakt

PD Dr. med. Thorsten Braun

Leitender Oberarzt CVKCharitéUniversitätsmedizin Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Postadresse:Augustenburger Platz 113353 Berlin

Campus- bzw. interne Geländeadresse:Mittelallee 9

Route / Geländeplan


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