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05.07.2018

1. Geburtsmedizinischer Intensivkurs Berlin - GIB

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1. Geburtsmedizinischer Intensivkurs Berlin - GIB

Vom 21. bis 23. Juni 2018 hatten wir die Freude, am Campus Mitte der CharitéUniversitätsmedizin Berlin im ehrwürdigen Paul-Ehrlich Hörsaal Gastgeber des 1. Geburtsmedizinischen Intensivkurses Berlin (GIB) sein zu dürfen. Im Schulterschluss mit dem Vivantes Klinikum Neukölln und dem St. Joseph-Krankenhaus kamen die Chefärzte der größten Perinatalzentren Berlins zusammen, um 180 Teilnehmer aus ganz Deutschland durch ein breites und abwechslungsreiches Spektrum geburtsmedizinischer sowie interdisziplinärer Vorträge zu führen.

 

Im Rahmen der Vorträge wurde das evidenzbasierte Vorgehen bei der regulären Schwangerschaftsvorsorge, aber auch bei Risikoschwangerschaften zum Beispiel in Bezug auf Wachstumsrestriktion, Frühgeburtsbestreben oder Bluthochdruckerkrankungen in der Schwangerschaft diskutiert. Hierbei wurden wiederholt Evidenzlücken in der Geburtsmedizin aufgezeigt, und das junge Publikum zur wissenschaftlichen Mitarbeit motiviert. Zwischen den Vorträgen blieb Raum für angeregte Diskussion. Das Publikum konnte interaktiv mit den Referenten die Vorgehensweisen an verschiedenen Berliner Kliniken kritisch diskutieren und dabei live erleben, wie aus kontroverser Diskussion auch neuer Konsens entstehen kann.

 

Neben den Chefärzten Prof. W. Henrich, Prof. M. Abou-Dakn und PD D. Schlembach der drei Kliniken sprachen viele weitere Experten, um nur einige zu nennen: Frau Prof. B. Arabin zu den Behandlungsmöglichkeiten der Frühgeburt u. a. mit dem Arabinpessar, Oberarzt Dr. L. Hinkson zur Wendung und Geburt aus Beckenendlage und zu vaginal-operativen Geburten, Frau Prof. U. Schäfer-Graf zum Gestationsdiabetes, PD Oberarzt T. Braun zur Lungenreifung und PD Oberarzt S. Verlohren zur Präeklampsie. Mit der hohen Expertise der größten Berliner Praxen für Pränatale Diagnostik wurden dem Publikum die differenzierten Ultraschalluntersuchungen und relevanten Pathologien, u. a. durch Herrn Prof. R. Chaoui und PD K. Heling nähergebracht. Auch nicht-invasive und invasive weiterführende Diagnoseverfahren wurden von Herrn PD A. Weichert aus der Charité didaktisch exzellent vorgetragen. Hier ist eine weitere Vertiefung, zum Beispiel im Rahmen des jährlich stattfindenden dreiteiligen DEGUM-zertifizierten Grund-, Aufbau- und Abschluss-Ultraschallkurses der Charité, Klinik für Geburtsmedizin, unter Leitung von Herrn Prof. W. Henrich, PD S. Verlohren und PD A. Weichert möglich.

Im Anschluss an die Vorträge konnte das theoretisch erarbeite Wissen in praktischen Übungen vertieft werden. Neben den bekannten Übungen am Phantom, wie die Vakuumextraktion, die Zangengeburt und die Behandlung der Schulterdystokie, konnten neue diagnostische Verfahren, wie die translabiale Sonografie, erlernt werden. Auch chirurgische Fertigkeiten, wie die Uterinaligatur, der Einsatz von uterinen Ballontamponaden, die Verwendung einer Celoxtamponade und Kompressionsnähte bei Uterusatonie konnten mit den Tutoren intensiv praktisch an Modellen geübt werden. Nennenswert war auch der Kurs zur mütterlichen Wiederbelebung und Neugeborenenreanimation unter der Leitung von Frau Dr. S. Telalbasic aus der Klinik für Gynäkologie sowie Herrn Dr. T. Mühlbacher und Frau Dr. F. Mohr aus der Klinik für Neonatologie.

 

Abgerundet wurde die Veranstaltung bei einer feierlichen Zusammenkunft am Freitagabend mit einer Bootsfahrt auf der Spree.

 

Wir danken Frau J. Schweiger aus der Klinik für Geburtsmedizin und der diagnos MVZ GmbH für die freundliche Unterstützung bei der Organisation und den Sponsoren für die Industrieausstellung und finanzielle Unterstützung.

Kontakt

CVK



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