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Infektion mit Coronavirus (SARS-CoV-2) in der Schwangerschaft

Aus aktuellem Anlass stellen wir hier Informationen und Quellen zur SARS-CoV-2-Infektion beziehungsweise COVID-19 in der Schwangerschaft zusammen.
Insgesamt sind wissenschaftlich fundierten Aussagen zum Schwangerschafstverlauf bei Corona-Patientinnen sehr limitiert und unterliegen zur Zeit einem rasanten Wandel, weshalb wir zusätzlich insbesondere auf die Informationen des Robert-Koch-Institutes und der Schwerpunktseite der Charité verweisen.

Sie befinden sich hier:

Impfungen für Kontaktpersonen von Schwangeren

Entsprechend der Coronavirus-Impfverordnung  (§3, Abs. 3 b)) kann eine Schwangere bis zu zwei Kontaktpersonen benennen, die dann mit hoher Priorität ein Impfangebot erhalten. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat das Vorgehen am 17.03.2021 in einer Pressemitteilung dargestellt. 

Demnach erfolgt in Berlin die Anmeldung der berechtigten Personen über die behandelnden Gynäkolog*innen der Schwangeren, die die Daten dann an die Kassenärztliche Vereinigung Berlin weiterleiten.

 

Ich bin schwanger und fürchte mich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben.

Nutzen Sie die CovApp der Charité zur Einschätzung Ihrer Beschwerden.
Die Abklärung eines Corona-Verdachtes erfolgt auch in der Schwangerschaft nach den Empfehlungen des RKI, die in der CovApp der Charité angewandt werden. Natürlich kann diese Anwendung keinesfalls eine persönliche Beratung ersetzen.

Informieren Sie sich auf der Internetseite der Ärztekammer Berlin: https://www.berlin.de/corona/hotline/#quarantine.

Wenden Sie sich an die Corona-Hotline des Senats:
Die Hotline ist täglich von 8:00 – 20:00 Uhr unter 9028-2828 zu erreichen.

Wenden Sie sich an die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung: 116117

Beachten Sie unbedingt die "Allgemeinverfügung" Ihres Wohnbezirks, in der die Quarantäneregelungen dargelegt sind: https://www.berlin.de/corona/massnahmen/quarantaene/. Dort finden Sie auch die bezirksspezifischen Kontakttelefonnummern.

 

 

Ich bin schwanger und wurde positiv getestet.

Die meisten Schwangeren mit einer SARS-CoV-2-Infektion erkranken nicht oder nur leicht an COVID-19. Wenn bei Ihnen keine Krankheitszeichen (Symptome) auftreten brauchen Sie sich um sich und Ihr Kind keine besonderen Sorgen zu machen. Halten Sie die Quarantänemaßnahmen ein. Verschieben Sie Vorsorgetermine möglichst bis Sie nicht mehr Ansteckend sind - besprechen Sie dies aber unbedingt mit Ihrer Hebamme, Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

In der Schwangerenberatung des Virchow-Klinikums (Tel: +49 30 450 564 048) bieten wir in medizinisch notwendigen Ausnahmefällen gesonderte Termine für Schwangere mit SARS-CoV-2-Infektion an.

Beachten Sie auf dem Weg in die Klinik unbedingt die erforderlichen Hygienemaßnahmen um keine anderen Menschen zu gefährden. Besprechen Sie Abweichungen von der Quarantänepflicht möglichst vorab mit dem Gesundheitsamt an Ihrem Wohnort.

Näheres regeln die "Allgemeinverfügungen" der Bezirke: https://www.berlin.de/corona/massnahmen/quarantaene/. Dort finden Sie auch die bezirksspezifischen Kontakttelefonnummern.

Ich bin schwanger, wurde positiv getestet und habe Krankheitszeichen.

Bei Krankheitszeichen die für eine COVID-19 Erkrankung sprechen, wenden Sie sich bitte an die verschiedenen Telefonhotlines (https://www.berlin.de/corona/hotline/#quarantine). Bei schweren Krankheitszeichen rufen Sie ggf. den Notdienst (Tel.: 112) und geben Sie dort unbedingt auch an, dass Sie schwanger sind.

Bei geburtshilflichen Krankheitszeichen - oder bei Geburtsbeginn -  wenden Sie sich gerne direkt an die Geburtsräume am Campus Mitte (Tel: +49 30 450 564 259) oder am Campus Virchow-Klinikum (Tel: +49 30 450 564 035).

Beachten Sie auf dem Weg in die Klinik unbedingt die erforderlichen Hygienemaßnahmen um keine anderen Menschen zu gefährden. Besprechen Sie Abweichungen von der Quarantänepflicht möglichst vorab mit dem Gesundheitsamt an Ihrem Wohnort.

Näheres regeln die "Allgemeinverfügungen" der Bezirke: https://www.berlin.de/corona/massnahmen/quarantaene/. Dort finden Sie auch die bezirksspezifischen Kontakttelefonnummern.

Ich wurde geimpft und habe danach festgestellt, dass ich schwanger bin.

Entsprechend der aktualisierten Zulassung des Impfstoffes "COMIRNATY®" soll eine Impfung "nur in Betracht gezogen werden, wenn der potenzielle Nutzen die möglichen Risiken für Mutter und Fötus überwiegt". Diese Nutzungseinschränkung gilt auch für den Moderna-Impfstoff. Anfänglich empfohlenen Wartefristen nach erfolgter Impfung erscheinen demnach nicht mehr erforderlich.
Aktuelle Informationen zu allen zugelassenen Impfstoffen finden Sie auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Institut.

Beruhigend scheint mir, dass es bei beiden Impfstoffen keinen Hinweis für direkte oder indirekte Schädigung der Schwangerschaft/des Feten im Tierversuch gab. ("Animal studies do not indicate direct or indirect harmful effects with respect to pregnancy, embryo/foetal development, parturition or post-natal development"). Durch die weltweite Anwendung der Impfstoffe kommt es zunehmend auch zu Schwangerschaften in zeitlichem Zusammenhang. Hierbei wurden bisher keine Auffälligkeiten beobachtet/berichtet.

In der am 12.03.2021 aktualisierten Impfempfehlung gibt die STIKO (weiterhin) folgende Empfehlung: 

  • "Zur Anwendung der mRNA-Impfstoffe in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen aktuell keine Daten vor. Die STIKO empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht. Eine akzidentelle Impfung in der Schwangerschaft ist jedoch keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch. Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung kann in Einzelfällen nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung eine Impfung angeboten werden. Die STIKO hält es für unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstell

Zudem ermöglicht auch die Zulassung der EMA eine Nutzen-Risiko-Abwägung für eine geplante Impfung von Schwangeren und Stillenden ("Administration of COVID-19 Vaccine Moderna in pregnancy should only be considered when the potential benefits outweigh any potential risks for the mother and foetus."). 

Im Falle einer (versehentlichen) Impfung in der Schwangerschaft bitten wir Sie dringend um Meldung bei Embryotox, damit möglichst schnell Daten zur Anwendung der Impfstoffe in Schwangerschaft und Stillzeit gesammelt werden können.

Auch eine Studie der Universität Washington ermöglicht die Meldung von Impfungen in der Schwangerschaft (englisch).

 

 

STAND:17.03.2021 Text: Dr. Jan-Peter Siedentopf
Haftungseinschränkung: Diese Informationen sind nach bestem Wissen unter Verwendung der angegebenen Quellen zusammengestellt worden. Eine Haftung für die Richtigkeit der Informationen (insbesondere aus externen Quellen) kann aus dieser Übersicht nicht abgeleitet werden.

Dürfen Schwangere gegen Corona geimpft werden?

In der am 12.03.2021 aktualisierten Impfempfehlung gibt die STIKO (weiterhin) folgende Empfehlung: 

  • "Zur Anwendung der mRNA-Impfstoffe in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen aktuell keine Daten vor. Die STIKO empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht. Eine akzidentelle Impfung in der Schwangerschaft ist jedoch keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch. Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung kann in Einzelfällen nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung eine Impfung angeboten werden. Die STIKO hält es für unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt."

Zudem ermöglicht auch die Zulassung der EMA eine Nutzen-Risiko-Abwägung für eine geplante Impfung von Schwangeren und Stillenden ("Administration of COVID-19 Vaccine Moderna in pregnancy should only be considered when the potential benefits outweigh any potential risks for the mother and foetus."). 

Entsprechend der aktualisierten Zulassung des Impfstoffes "COMIRNATY®" soll eine Impfung "nur in Betracht gezogen werden, wenn der potenzielle Nutzen die möglichen Risiken für Mutter und Fötus überwiegt". Diese Nutzungseinschränkung gilt auch für den Moderna-Impfstoff. Anfänglich empfohlenen "Wartefristen" nach erfolgter Impfung erscheinen demnach nicht mehr erforderlich.
Aktuelle Informationen zu allen zugelassenen Impfstoffen finden Sie auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Institut.

Beruhigend scheint mir, dass es bei beiden Impfstoffen keinen Hinweis für direkte oder indirekte Schädigung der Schwangerschaft/des Feten im Tierversuch gab. ("Animal studies do not indicate direct or indirect harmful effects with respect to pregnancy, embryo/foetal development, parturition or post-natal development"). Durch die weltweite Anwendung der Impfstoffe kommt es zunehmend auch zu Schwangerschaften in zeitlichem Zusammenhang. Hierbei wurden bisher keine Auffälligkeiten beobachtet/berichtet.

Zudem ermöglicht auch die Zulassung der EMA eine Nutzen-Risiko-Abwägung für eine geplante Impfung von Schwangeren und Stillenden ("Administration of COVID-19 Vaccine Moderna in pregnancy should only be considered when the potential benefits outweigh any potential risks for the mother and foetus."). 

Damit ist eine Impfung nach individueller Risikoabwägung möglich - aus meiner Sicht ein sinnvoller Schritt um Schwangeren die erforderliche Wahlfreiheit zu ermöglichen.

Zur Impfung von Schwangeren hat die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) e.V ein Positionspapier erarbeitet. Die Nationale Stillkommission am Max Rubner-Institut formuliert in ihrer Empfehlung: "Der potenzielle Nutzen der Impfung überwiegt bei Stillenden mit erhöhtem COVID-Risiko die theoretischen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Impfung deutlich".

Die britische HSE, also quasi das Pendant zur Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin äußert sich sehr deutlich für die Impfung von Schwangeren: "If you are pregnant, you should get your COVID-19 vaccine when it's offered to you. Being vaccinated will reduce the chance of you becoming very unwell."

Hier noch eine Meldung aus dem Deutschen Ärzteblatt: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/120484/Schwangere-und-ihr-Baby-koennen-von-COVID-19-Impfung-profitieren.

 

Im Falle einer Impfung in der Schwangerschaft bitten wir Sie dringend um Meldung bei Embryotox, damit möglichst schnell Daten zur Anwendung der Impfstoffe in Schwangerschaft und Stillzeit gesammelt werden können.

Auch eine Studie der Universität Washington ermöglicht die Meldung von Impfungen in der Schwangerschaft (englisch).

 

 

STAND: 17.03.2021 Text: Dr. Jan-Peter Siedentopf
Haftungseinschränkung: Diese Informationen sind nach bestem Wissen unter Verwendung der angegebenen Quellen zusammengestellt worden. Eine Haftung für die Richtigkeit der Informationen (insbesondere aus externen Quellen) kann aus dieser Übersicht nicht abgeleitet werden.

Darf ich mich bei Kinderwunsch impfen lassen?

Eine gemeinsame Erklärung relevanter Fachgesellschaften (u.a. DGGG, BVF und DGPM) findet sich hier. Darin wird die Impfung von Frauen mit Kinderwunsch explizit empfohlen.

 

STAND: 17.03.2021 Text: Dr. Jan-Peter Siedentopf
Haftungseinschränkung: Diese Informationen sind nach bestem Wissen unter Verwendung der angegebenen Quellen zusammengestellt worden. Eine Haftung für die Richtigkeit der Informationen (insbesondere aus externen Quellen) kann aus dieser Übersicht nicht abgeleitet werden.

Weiterführende Links und Empfehlungen - bitte beachten Sie jeweils die Aktualität der Informationen

Corona-Impfung und Covid-19 bei Schwangerschaft, Kinderwunsch und Stillen - Experten im Gespräch (18.03.2021)

 

Stiftung Universitätsmedizin Essen

In Zeiten der Unsicherheit beschäftigen Paare mit Kinderwunsch, Schwangere und stillende Frauen viele Fragen. Welchen Einfluss kann das Coronavirus haben? Wie schütze ich mein Kind am besten? Wie gehe ich mit dem Thema Corona-Impfung um? Experten geben hilfreiche Antworten und lassen Sie mit Ihren Fragen nicht alleine

Vortrag zum Thema Impfung von Prof. Dr. Leif Erik Sander, Charité (6.1.2021)

Ein sehr guter, sicherlich auch für Laien verständlicher und dennoch umfassender Vortrag.

Onlinefortbildung GYN TO GO (Aufzeichnung vom 4.4.2020)

GYN TO GO - Sonderveranstaltung COVID-19 am 4. April 2020


Leider konnten sich für die live Veranstaltung nur 3.000 Teilnehmer registrieren. In Ansprache mit den Referenten stellen wir Ihnen gerne die Aufzeichnung der Veranstaltung zur Verfügung. 

Impulsreferat: Was macht das Virus so besonders?
M. Pin, Düsseldorf

Coronamanagement aus Sicht des:

Geburtshelfers
C. Hagenbeck, Düsseldorf

Onkologen
N. Harbeck, München

Pädiaters
M. Berghäuser, Düsseldorf