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Geburtsmethoden

Die natürliche und sanfte Geburt

zu ermöglichen, ist eines unserer vorrangigsten Ziele.

Wir stehen Ihnen während des gesamten Geburtsverlaufs mit Fürsorge zur Seite und versuchen Ihre individuellen Wünsche zu erfüllen.  Dabei achten wir auf Ihre Sicherheit und eine entspannte Atmosphäre. Wir unterstützen Sie bei der Wahl der Gebärposition und ermöglichen Ihrem Kind die sanfte Anpassung an die neue Umgebung.

Die ambulante Geburt

stellt eine Möglichkeit für Schwangere dar, die auf die Sicherheit des Krankenhauses während der Geburt nicht verzichten, aber nach der Entbindung die vertraute Umgebung zu Hause  genießen möchten. Im Kreißsaal betreuen wir Sie in den ersten Stunden nach der Geburt, achten auf eventuelle Anpassungsstörungen Ihres Kindes und unterstützen Sie bei den ersten Stillversuchen.

Für die Zeit zu Hause sollten Sie sich bereits weit vor der geplanten ambulanten Geburt um die Betreuung durch eine Hebamme und einen Kinderarzt bemühen.  Gern erhalten Sie auch hier Unterstützung durch unsere Hebammen.

Die Wassergeburt

ist eine Geburtsmethode, bei der Sie nach unauffälligem  Schwangerschaftsverlauf einen Großteil der Eröffnungsphase und die Austreibungsphase in der Gebärwanne verbringen können. Bitte sprechen Sie schon während der Schwangerschaft mit uns über die Voraussetzungen für eine Wassergeburt.

Das Wasser wirkt meist beruhigend und entspannend und kann das Verarbeiten der Wehentätigkeit erleichtern und den Geburtsvorgang beschleunigen. Bei auftretenden Komplikationen, wie zum Beispiel Auffälligkeiten der kindlichen Herztöne, muss die Gebärwanne jedoch verlassen werden.

Der Einsatz schmerzlindernder Medikamente oder Verfahren (z. B. PDA) ist während der Wassergeburt nicht möglich. Durch den schmerzlindernden Effekt des warmen Wassers ist der Schmerzmittelbedarf  aber in der Regel reduziert. Außerdem kann sich die Wärme positiv auf die Elastizität des Dammgewebes auswirken.

Nach der Geburt bleibt das Kind nur wenige Sekunden unter Wasser und wird dann auf Ihre Brust gelegt. Die eigenständige Atmung des Kindes beginnt erst nach dem Kontakt mit der kühleren Luft an der Oberfläche.   
Nach einer kurzen Pause werden wir Sie bitten, für die Geburt der Plazenta "an Land" zu kommen, da wir den Blutverlust im Wasser nur ungenau einschätzen können.

Der unmittelbare Ablauf nach der Geburt unterscheidet sich in keiner Weise von anderen natürlichen Geburtsmethoden.

Die Entbindung mit Hilfe der Saugglocke

wird immer dann durchgeführt, wenn der Geburtsfortschritt die vaginale Geburt ermöglicht,  die natürliche Geburt aber in einer für Mutter und/oder Kind angemessenen Zeit nicht zu erwarten ist.

Diese operative Unterstützung wird zum Beispiel notwendig, wenn wir eine zu starke Belastung Ihres Kindes anhand seiner veränderten Herztonkurve registrieren oder der natürliche Geburtsverlauf stagniert.

Wir befestigen mittels Unterdruck eine Kappe aus Kunststoff oder Metall auf dem Hinterhaupt des Kindes.  Das aktive Mitpressen der Gebärenden und der wehensynchrone Zug an der Saugglocke beschleunigen dann den Geburtsvorgang.

Dabei entsteht keine zusätzliche Schmerzbelastung für die Mutter. Wie bei jeder nicht natürlichen Geburt steht ein Kinderarzt sofort für die eventuell notwendige Versorgung des Neugeborenen bereit.

Der unmittelbare Ablauf nach der Geburt unterscheidet sich für die Mutter in keiner Weise von den natürlichen Geburtsmethoden.

Der Kaiserschnitt

ist die operative Methode, die angewandt wird, wenn die Gesundheit von Mutter und/oder Kind während des Geburtsverlaufs gefährdet ist, die vaginale Geburt jedoch wegen nicht ausreichendem Geburtsfortschritt noch nicht möglich ist.

Die Notwendigkeit für einen Kaiserschnitt ergibt sich manchmal innerhalb weniger Minuten.

Wenn Gründe für einen geplanten Kaiserschnitt vorliegen, entscheidet man sich zur Operation, bevor die natürliche Geburt begonnen hat.

Näheres zum Thema Kaiserschnitt erfahren Sie hier.

Kaiserschnittentbindung (Sectio caesarea)

Die Kaiserschnittentbindung wird primär (geplant) oder sekundär (nicht geplant, sich aus der Geburt heraus ergebend) durchgeführt. Die Gesamtzahl primärer und sekundärer Sectiones ergibt die Gesamt-Sectiorate, die derzeit in Deutschland bei etwa 30% liegt.

Eine starke Zunahme der elektiven Sectiorate ohne eigentliche medizinische Indikation ("Wunschsectio") ist bisher ausgeblieben. Die spontane Geburt wird von den meisten Müttern als existenzielles Ereignis von lebenslanger Bedeutung und als eine Quelle von Zufriedenheit und Stolz angesehen und deshalb gewünscht.

Gründe für einen Kaiserschnitt

Absolute Gründe zur Sectio (z.B. Placenta praevia oder zephalopelvines Missverhältnis) sind selten. Fast alle Indikationen sind relativ, und es ist möglich, dass ein und dieselbe Indikation bei der einen Schwangeren zum Entschluss zur Sectio und bei der anderen zur vaginalen Geburt führt. Im klinischen Alltag werden etwa 75% der Sectiones aus einem der folgenden 3 Gründe durchgeführt:

  • vorhergehende Sectio
  • Geburtsstillstand in der Eröffnungsperiode
  • Stark verzögerte Geburt und Gefahr einer Unterversorgung des Kindes mit Sauerstoff

Weitere relative und absolute Indikationen zur Sectio ergeben sich aus der individuellen geburtshilflichen Vorgeschichte der Patientin sowie aus Befunden während der Schwangerschaft oder unter der Geburt. Prinzipiell wird ein Kaiserschnitt immer dann empfohlen, wenn die Risiken der Spontangeburt für Mutter und/oder Kind größer sind als die Risiken der Sectio. Diese Abwägung ist bisweilen schwierig, da die Risiken der beiden Entbindungsarten nicht direkt miteinander vergleichbar sind. Die persönliche Einstellung der Schwangeren hat bei uns einen entscheidenden Einfluss auf den Geburtsmodus.

Aufklärung

Vor der Operation muss die Patientin über Nutzen und Risiken des Eingriffs aufgeklärt und ihr Einverständnis eingeholt werden. Bei der Aufklärung ist nicht nur die Unterschrift auf dem Aufklärungsbogen wichtig, sondern auch eine verstandene und mitgetragene Entscheidung der Schwangeren ("informed consent"). Das Ausmaß der Aufklärung richtet sich nach der Dringlichkeit des Eingriffs und ist deshalb bei elektiven Eingriffen ausführlich, während es bei Notfalleingriffen auf das Notwendigste beschränkt wird.

Operationsablauf

Zur Schmerzausschaltung wird außer bei Notfalleingriffen oder seltenen speziellen Indikationen eine Peridural- oder eine Spinalanästhesie oder eine Kombination beider Methoden durchgeführt. Bei der Operation sind Sie somit wach aber schmerzfrei. Ihr Partner oder eine andere Begleitperson Ihres Vertrauens können Sie in den Operationssaal begleiten. Sie bekommen Ihr Neugeborenes direkt nach der Geburt und einer kurzen Untersuchung durch die Kinderärztin noch bevor die Operation ganz abgeschlossen ist.

1994 wurde eine neue Operationstechnik vorgestellt, die im deutschsprachigen Raum v.a. unter dem Namen "Misgav-Ladach-Sectio" oder "sanfte Sectio" bekannt wurde. Diese Technik weist eine geringere Häufigkeit von Komplikationen bei der Mutter auf und die Operationszeit ist erheblich kürzer (zwischen 15 und 25 Minuten) als bei der klassischen Technik.

Hier erhalten Sie Informationen zur sogenannten Kaisergeburt.

Besichtigungstermine...

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